Standortwechsel nach Chefchaouen

Auf Grund der Wetterlage hier in Marokko habe ich mich heute nach einer ausgiebigen Obstmahlzeit vom Markt in einen Bus gesetzt und bin nach Chefchaouen gefahren um zu gucken warum da alle Touristen so scharf drauf sind.

Die Busbahnhofe in Marokko sind bisher das mit Abstand Schlimmste was mir bisher in Afrika über den Weg gelaufen ist. Es existiert ein großer Eingang vor dem auch schon die Aasgeier warten um sich Touristen zu schnappen, sie zu einem Ticketverkäufer zu führen um dann Provision zu kassieren, die der Tourist zusätzlich zahlen darf. Und diese „Guides“ führen die Leute natürlich nur zu ihren Reisegesellschaften.

Es ist ein Geschreie und Gefuchtle ohne Ende. Da hilft wirklich nur mit grimmigem Blick und „La“ (Arabisch nein) links und rechts die endlosen „Hilfsangebote“ abzulehnen und forschen Schrittes zu einem Schalter zu gehen um direkt ein Ticket zu kaufen.

Jedoch einmal durch dieses Höllenloch gekommen wird es entspannt. Nach dem ersten Ansturm lassen sie einen meist in Ruhe und am Bus kann man entspannt den Rucksack im Gepäckraum verstauen, was ich nur mit Widerwillen getan habe. Allerdings passt der Busfahrer darauf auf und kontrolliert alles genau. Ich hab mich im Bus mit einem guten Blick auf den Gepäckraum und dessen Umgebung platziert, neben einem jungen Marrokaner, von wo ich notfalls sehr schnell am Gepäckfach sein konnte.

Allerdings schienen auch alle Leute, samt Einheimischen ihr Gepäck dort sorglos zu verstauen und der Mann versicherte mir auch, das dort nicht geklaut wird. Naja, etwas schwierig zu glauben für mich aber er schien ein netter zurückhaltender Kerl zu sein. Endlich mal ein normaler Mensch mit dem ich mich unterhalten konnte ohne Angst vor Betrug haben zu müssen.

Es passierte tatsächlich nichts, jedoch ist es dennoch eine gute Idee immer ein offenes Auge für die Umgebung zu haben.

Mohammed studiert Biologie in Marokko und ich konnte ihn gut ausfragen zu den guten Preisen von Hotels, Bussen, Essen usw. Ein ehrlicher Kerl.

Wir haben uns gut über low budget Reisen und Selbstfindung unterhalten und zusammen noch etwas Musik gehört. Arabischen Reggae :D.

In Chefchaouen hat mir noch ein Händler ein gutes Hostel gezeigt und ich durfte sozusagen als Gegenleistung seinen Laden besichtigen, wo ich aber schnell wieder draussen war zu seiner großen Enttäuschung.

Das Hostel ist wirklich gut. Schön im Marokkanischem Stil aufgemacht. Mit eigenem Zimmer, Küche, Dusche, westlichen Toiletten alles inklusive für 70 Diram (7€ die Nacht).

Ich habe mir noch ein unauffällig platziertes Restaurant zum essen gesucht, was sich als echter Glückstreffer erwiesen hat. Das ist wohl auch nur unter Einheimischen bekannt und viele waren überrascht mich dort zu sehen. Ich konnte dort richtig lecker traditionell und viel essen und trinken für 50 Diram (5€).

Nebenbei habe ich dort noch etwas arabisch gelernt zur Freude des Gastwirtes :).

Nebenbei kamen noch ein paar Gestalten auf mich zu um mir Hasch zu verkaufen. Chefchaouen ist wohl weltbekannt für seinen Cannabis, der hier auch in den umliegenden Bergen angebaut wird. Ob das wohl der Grund ist warum jeder hier her will? Ich hoffe nicht :D.

Danach noch kurz zum kochen was einkaufen. Wobei es äußerst schwierig war herauzufinden was ich da kaufe, denn alles wird dort in Jutesäcken angeboten, wo noch nichtmal eine arabische Beschriftung drauf zu sehen ist. Die Einheimischen scheinen das alles zu kennen aber ich wollte mir etwas glutenfreies suchen und hatte ein paar sehr komplexe Gespräche halb Deutsch, halb arabisch, halb spanisch, halb englisch :D. Letztendlich habe ich nach dem Geruch und aussehen gepaart mit dem was ich verstanden hatte geurteilt und gekauft. Eine Art Maisgries und eine Marrokanische Gewürzmischung. Alles zusammen mit Gemüse und Obst ca 2€. Und ich hab mir noch nichtmal die Mühe gemacht zu handeln. Das ist dann Level 2 :D.

Die Küche ist hier sehr simpel aber brauchbar. Die Messer sind scharf, was man von vielen deutschen Küchen nicht behaupten kann :D.

Das einzig Negative ist momentan, dass es irgendwie die ganze Woche nur regnen soll. Hier ist jetzt eine Art Regenperiode und die Temperaturen gehen Tagsüber morgen schon auf 10° Max runter. Da ist das Wetter in Berlin wahrscheinlich gerade angenehmer.

Also werde ich morgen erstmal in der Stadt bleiben und den ganzen Tag essen und durch die Gassen wandern. Harr!

Wenn alles nichts nützt werde ich weiter nach süden gehen, was schon etwas schade wäre, denn hier gibt es schöne Berge und Wasserfälle, aber im Süden gibt es das natürlich auch.

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Lebe grün und frei,
Der Wildgruenwanderer 🙂

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