Ein Tramp Abenteuer an der Küste bei Mojácar

Hallo Leute, gestern in Murcia wollte ich mal so richtig vorwärts kommen und hab es mal wieder auf der Autopista probiert. Es gab eine große Raststätte in der Nähe, die durch Bus und laufen zu erreichen war. Es fing alles gut an. Erst Bus, dann 30 Minuten durch die Pampa und dann unauffällig über den Raststättenzaun geklettert. Es hat nichtmal 5 Minuten gedauert und ich hatte einen Fahrer. Im Nachhinein hätte ich länger warten sollen, bis jemand eine etwas weitere Strecke anbietet. Aber ich war noch in dem spanischen Modus, wo ich mich an jeden Strohalm klammere der existiert. Ich hab mich dann versucht von Tollgate zu Tollgate zu hangeln. Keine gute Idee. Es ist einfach viel zu wenig Verkehr auf den spanischen Autobahnen. Erst recht an irgendwelchen Auffahrten von kleineren Städten.

Der erste Fahrer den ich hatte, stellte noch die interessante Behauptung in den Raum, das der Mond ein künstliches Konstrukt ist. Er war ziemlich überzeugt davon. Wer weiß :D. Wenn schon dann haben den bestimmt Nazis gebaut und es ist in Wirklichkeit ein getarnter Todesstern 😀

So bin ich dann in Àguila gelandet, ein Ort mit richtig vielen Obst und Gemüseplantagen. Überall weiße Zelte, die in der Nacht beleuchtet sind.

Von Àguila ging es dann auch zuerst ziemlich gut weiter am nächsten Tag. Ich war noch nicht mal an meinen Spot angelangt, da nahm mich schon jemand mit zu einem viel weiter entfernten Ziel als ich auf meinem Block stehen hatte. Die neue Ausrüstung hat sich schon bezahlt gemacht :D.

Dann bin ich in Mojácar gelandet, einem ziemlichen Touristenort, der aber einen total schönen Strand hat. Dort gibt es eine alte Handelsstraße, die man noch zu Fuß gehen kann, was ich natürlich tat, obwohl es schon langsam dunkel wurde und es nicht sicher war ob ich dort einen Platz zum Übernachten finden würde.

Ich wollte einfach mein Glück versuchen und vielleicht sogar draussen übernachten, da es in der Nacht momentan nicht wirklich kalt wird und auch nicht regnet.

Nachdem es dunkel war und ich den wunderschönen Sternenhimmel mit zahlreichen Sternschnuppen genossen hatte und die wenigen Autos in meine Richtung alle ohne zu halten an mir vorbeigefahren waren, beschloß ich in dem kleinen Ort in den Bergen wo ich war die beiden auf google verzeichneten Übernachtungsmöglichkeiten zu probieren.

Ein dunkler Weg. Hunde bellen im Hintergrund. Ich sehe fast nicht wo ich hinlaufe. Irgendwo flucht jemand lauthals auf spanisch. Etwas knallt. Ich komme an ein abseits stehendes Haus, das angeblich eine Pension sein soll. Ich klingle. Eine Kakerlake fällt vom Türrahmen und niemand macht auf. Alles klar, die zweite Unterkunft: Mi Abuela Maria. Das heißt soviel wie meine Großmutter Maria. Ich komme auf die Terasse. Hunde bellen. Alles verammelt, keine Klingel, keine Telefonnummer. Links geht langsam zögerlich eine Tür auf. Ein altes Mütterlein kommt zaghaft heraus. Ich spreche sie auf spanisch an ob sie mir helfen kann. Ich habe noch nichtmal zu ende gesprochen da schloß sich die Tür ebenso zaghaft wie sie sich öffnete und meine Großmutter Maria war verschwunden. 😀

Nach einigen vergeblichen Anrufversuchen und Gesprächen mit durch mich leicht verängstigten Anwohnern gab ich es auf und beschloss die Nacht zu genießen und 2,5h in den nächsten größeren Ort zu laufen.

Womit ich nicht rechnete, war das in der Dunkelheit tatsächlich jemand anhalten würde und mich mitnimmt. Und das sogar noch recht früh. Ich war noch nicht mal 3 Kilometer gelaufen. Letztendlich habe ich es so mit viel Abwechslung heute bis Carboneras geschafft und bin so wieder insgesammt gut 200 Kilometer in zwei Tagen weiter.

Wenn alles gut geht, sollte ich es morgen mindestens bis Almería schaffen. Es bleibt spannend 🙂

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Lebe grün und frei,
Der Wildgruenwanderer 🙂

2 Gedanken zu „Ein Tramp Abenteuer an der Küste bei Mojácar“

  1. Hallo Robert,
    welchen Vögeln begegnest du auf Deinen Wegen in ruhigeren Gefilden oder an der Küste? Hast du schon Flamingos und oder weiße Reiher getroffen (z.B. Kuhreiher, Seidenreiher) oder Kraniche oder ziehende heimische Greifvögel? Viel zieht ja über die Meerenge.

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