Flucht aus der Horrorunterkunft nach Marrakesch

Grüße aus Marrakesch! Ich bin nach der schlechtesten Nacht meines Lebens von Ouzoud per Anhalter nach Marrakesch aufgebrochen. Dabei habe ich wieder neue Regeln fürs Trampen in Marokko gelernt:

Man sollte immer drauf achten keine Taxis anzutrampen. Denn anders als in Europa, halten die Taxis dann an und erwarten eine Bezahlung wenn man mitfährt. Es werden immer soviele Leute wie möglich von der Straße aufgesammelt und ins Taxi gequetscht. Es kann manchmal sehr schwer sein ein Taxi von weitem zu erkennen. Und was noch viel schlimmer ist – es gibt auch Taxis, die nicht als Taxi gekennzeichnet sind. Man erfährt es nur durch fragen und eventuell dadurch, dass das Auto einem Taxi ähnlich sieht. Darauf bin ich einmal hereingefallen. Den ersten Verdacht schöpfte ich bei der übertriebenen Hilfsbereitschaft meinen Rucksack in den Kofferraum zu packen. Die Sicherheit hatte ich dann als ein Mitfahrer Geld gab und ausstieg. Naja, es hat mich nur umgerechnet einen Euro gekostet, ich war ein gutes Stück weiter und habe wieder etwas gelernt :D.

Also: nur Autos antrampen, die mit Sicherheit kein Taxi sind und im Zweifelsfall fragen.

Ich war ziemlich schnell in Marrakesch, ein touristisches Ballungszentrum und ebenso aggressiv sind die „Heyfreends“.

Sobald man sein Smartphone rausholt und auf google maps guckt hat man sofort einen an der Backe und man muß wirklich aggressiv abwehren. Sonst folgen sie einem und geben ungefragt Wegweisungen. Danach wollen sie dann Geld dafür.

Einmal folgte mir ein wirklich aufdringlicher Typ und ich machte den Fehler nicht von Anfang an barsch und unfreundlich zu wirken. Dann wollte er 100 Dirham für fast nichts haben. 10€ umgerechnet. Das kommt ja irgendwie schon einem mittleren Überfall gleich. Für diese Leute sind Touristen wandelnde Geldbörsen, die unendlich viel Geld besitzen.

Immer wenn ich aus den Touristenzentren fliehen wollte, kam sofort ein „Heyfreend“ an meine Seite und versuchte mir weiszumachen, das es dort nicht weitergeht und wollte mir den Weg zum großen Platz im Zentrum weisen, wo doch schlie0lich alle Touristen hinwollen um dort viel Geld auszugeben, einschließlich dem Bakschisch für den hilfreichen Wegweiser.

Ein paar von den Typen haben mich wirklich richtig wütend gemacht, was man bei mir erstmal schaffen muß. Eine horde kleiner Jungs, folgte mir immer wieder wegweisend auf mich einredend, trotzdem ich sie von anfang an unfreundlich fortgescheucht hatte. Erst als ich zum 10. Mal „no bakschisch“ sagte ließen sie langsam ab. Die Kinder sind dort leider härtere und auch physische Zurechtweisungen gewohnt, wodurch meine an ihnen wirkungslos abprallten.

Die Wege, die angeblich Sackgassen sein sollten führten meistens in Händlerviertel der Einheimischen, wo die Preise auf magische Art und Weise wieder normale marrokanische Gestalt annahmen.

Die Spielregeln hier in Marrakesch sind für Touristen sehr komplex, wenn man nicht unmengen an Geld ausgeben will.

Die Gassen sind laut, dreckig und überfüllt und die Einheimischen fahren durch die engsten Gassen im Sekundentakt mit Motorrädern.

Kurz: Marrakesch ist bisher die abartigste Stadt die ich in Marokko gesehen habe.

Das einzig gute ist das Hostel wo ich untergekommen bin. Hier sind nette Leute zum Unterhalten und was noch wichtiger ist: eine Küche!

Ich habe gestern mein erstes Tajin selbstgemacht. Es war einfach nur geil. Diese Kochart kann ich nur jedem empfehlen. Es funktioniert ähnlich wie beim Römertopf, aber ist viel energieeffizienter, da es auf dem Herd bzw. traditionell auf offenem Feuer gegart werden kann und nicht in den Backofen muß. Das Gemüse wird ohne zusätzliches Wasser langsam dampfgegart. Der Geschmack und die Konsistenz ist einfach viel besser als bei anderen Kochmethoden.

Auch lecker Obstsalate kann man hier schnell und preiswert machen.

So verbringe ich die restliche Zeit in Marokko eher chillig mit zwischenmenschlichen Kontakten, gutem Essen und draussen arabisch lernen in verschiedenen Parks.

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Lebe grün und frei,
Der Wildgruenwanderer 🙂

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