Der Grand Canyon Indiens

Nach den Belum Caves übernachtete ich in der Nähe von Gandikota, meinem nächsten Ziel. Es war ein Dorf, das noch nie einen weißhäutigen Mann gesehen hatte. Meine Alientour riss noch nicht ab.

Überall wo ich hinkam wurde es plötzlich ruhig und alle starrten mich an. Hier und da ein Hey Sir Sir, Selfie Selfie – no selfie fuck off. Vielleicht lag es auch an meiner etwas forschen Art, die aus meinem übergelaufenen Selfiefass resultierte :D.

Dort fährt dieses dämlich grinsende Gesicht auf dem Motorad zum 5. Mal an mir vorbei.

Ich schlendere ein wenig durch die Gassen und über den Markt. Auch hier eine Mischung aus geschockten Leuten und bodenloser Neugierde. Mein Halloweenkostüm vor ein paar Jahren war nicht annähernd so effizient wie hier mein normales Outfit :D.

Ich entscheide mich drei Mangos bei einem Mütterchen zu kaufen. Alle starren mich an. Das Mütterchen hält vor Ehrfurcht die Luft an, kann es nicht glauben, das ich sie erwählt habe. Leider kann sie auch nicht glauben, dass ich nur 3 Mangos möchte und gibt mir 3 Kilo. Ok, da die Mangos wirklich extrem billig sind, einigen wir uns auf 6 Stück, was ungefähr 2 Kilo sind.

Ich komme mal wieder in einem Dungeon unter und konnte nicht schlafen. 45°C am Tag, 38 °C in der Nacht. Der Deckenlüfter ist völlig witzlos. Ich schwitze die ganze Nacht und es hilft nur ab und zu ein feuchtes Tuch überzuwerfen um wenigstens für ein paar Minuten schlafen zu können.

Am nächsten Tag hitchhike ich nach Gandikota, einem Dorf, welches auf einem von einem Fluß umflossenen Plateau liegt. Hier stand früher mal ein großes Fort und Der Fluß liegt in einem riesigen Canyon, der nicht umsonst Grand Canyon Indiens genannt wird.

Falls jemand also den Grand Canyon sehen möchte, aber momentan (aus durchaus verständlichen Gründen) nicht in die USA reisen möchte, so kann er eine durchaus sehenswerte Alternative in Indien Andhra Pradesh, Gandi Kota finden.

Am Ende meiner Tour warte ich auf meinen Bus. Ein paar unterernährte Straßenköter wühlen klappernd und schnaubend in einem Haufen Bierflaschen im Straßengraben herum. Es kommen zwei muskelbepackte Hotelköter und brechen einen Streit vom Zaun. Kleffen, Knurren, eine Prügelei. Nach 5 Minuten ziehen die Klapperköter vondannen und einer von den Guten kommt, um mir schwanzwedelnd zu salutieren.

„Auftrag ausgeführt, Feind ist besiegt“ Bein hoch und zack an meinen Rucksack gepinkelt. Ich schaffe es fast noch den Rucksack hochzunehmen bevor er besudelt wird. „Na hab ich das nicht fein gemacht? Jetzt kommen die Penner nicht mehr wieder, weil sie riechen werden, dass das jetzt unser Revier ist. Bekomme ich jetzt etwas?“ Ich habe fast ein schlechtes Gewissen den freudigen Hund wegzuscheuchen und opfere mein letztes Wasser um das Freundschaftswerk zumindest etwas zu verdünnen und abzuspülen.

Viel Spaß beim Angucken 🙂

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Lebe grün und frei,
Der Wildgruenwanderer 🙂

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